Viererkette, die Letzte…?
Verfasst am Sonntag, 21. September 2008 von nummer9 und ivark
Das Wesentliche zum Spiel gegen Rischenau hat T-Moe ja schon zusammengefasst. Allen, denen das nicht reicht, hier noch ein paar Details nachserviert.
Eigentlich waren die Rahmenbedingungen am Freitagabend ziemlich gut: Trotz unseres verletzungsbedingt pausierenden Liberos Looser hatten wir eine schlagkräftige Elf zusammen, der Platz in Rischenau war in einem traumhaften Zustand, das Flutlicht sorgte für beste Atmosphäre. Und – tätäää – unsere neuen Trikots waren da.
Ganz klar also, dass der gesamte Kader auf Auswärtssieg programmiert war.
Bei der Taktikbesprechung kurz vor Anpfiff gab es dann eine kleine Überraschung. Coach T-Moe hatte nämlich eine Idee: Wenn unser Stammlibero schon fehlt, dann können wir doch auch einfach mal mit einer Viererkette spielen. Geübt hatten wir das ja schonmal.
Anpfiff. Guter Beginn, doch recht schnell deutliche Lücken in der Defensive. Schon nach einer Viertelstunde holen wir den Ball aus dem Netz, nachdem Rischenau das erste Mal wirklich gefährlich vor unser Tor kam. Von diesem Fauxpas existiert leider nur folgende kurze Aufnahme – der eigentliche Spielzug ist darauf nicht zu erkennen.
In den folgenden zwanzig Minuten waren wir nicht in der Lage, uns zu wehren. Und so erspielte sich Rischenau weitere Chancen wie zum Beispiel einen Pfostenschuss, der glücklicherweise seinen Weg in Flos Arme fand.
Unsere Konfusion fand ihren Höhepunkt, als Rischenau völlig verdient auf 2:0 erhöhte.
Kapitän Hase platzte jetzt der Kragen. Die Viererkette wurde umgehend aufgelöst, Daud übernahm die Libero-Position, Kristian spielte den Vorstopper. Von jetzt an lief es besser und ab der 35. Minute nahmen wir endgültig das Heft in die Hand.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff, jenem psychologisch wichtigen Zeitpunkt für Anschlusstreffer, wurden unsere Angriffsbemühungen belohnt. Wir fingen einen Rischenauer Freistoß in unserer Hälfte ab, Billy bediente Fetz auf der rechten Außenbahn, der sofort weiterspielte auf Andre – und der netzte mit einem gekonnten Heber zum 1:2 ein.
In der Pause war allen klar: Hier geht was. Und das merkten auch die Rischenauer, die in den zweiten 45 Minuten nur noch sehr vorsichtig agierten, über ihre wenigen Konter aber weiter brandgefährlich blieben. Die knappe Führung wollten sie über die Zeit retten – und da gibt es ja jede Menge Ansätze, wie folgende Szene zeigt.
Wir versuchten, das Spiel temporeich zu halten und schlugen in der 65. Minute erneut zu. Hase köpfte den Ball nach einer Flanke von rechts nicht ganz unhaltbar in die Maschen. Leider existiert davon keine Aufnahme – warum nicht, erklärt euch Kameramann Tim lieber selbst.
Jetzt wollten wir unbedingt gewinnen, denn wir spürten, dass Rischenau endgültig ins Schwimmen kam. Doch um es mit den Worten von Fußballlegende Andreas Brehme zu sagen: “Haste Scheiß am Fuß, haste Scheiße am Fuß.”
In den letzten zehn Minuten war das Spiel sehr unansehnlich, denn beide Mannschaften brachten nur noch Stümperhaftes zustande.
So endete die Partie – man kann fast sagen wie immer – mit 2:2. Und hinterließ eine merkwürdige Mischung aus Zufriedenheit und Frust.
“Kann nur besser werden”, schreibt Markus im Senfkeller. Da schließen wir uns an.
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